Auf dem Weg...


Das Wasser für den Tee,

geschöpft aus den Tiefen

des eigenen Geistes -

das ist das wahre Chanoyu.

(Hideyoshi)



Sonntag, 4. Mai 2014

Im Angedenken

v. r. n. l.: Makoto Soshin Kuramoto,
Daisosho, Ulrich Haas
Makoto Soshin Kuramoto ✝

Am frühen Morgen des 14. April ist mein Kollege, Teemeister Makoto Soshin Kuramoto, nach längerer Krankheit verstorben.
Kuramoto-sensei hat ausser seiner Teegruppe in Düsseldorf auch die Tankokai-Gruppen in Hamburg und München betreut. Seine grossen Verdienste um die Verbreitung des Teewegs in Deutschland werden wir nicht vegessen.
In tiefer Verbundenheit denken wir an seine Frau Kinuko und den schon erwachsenen Sohn Noboyoshi, ebenso wie an seine Schülerinnen und Schüler, die auf diese Weise ihren Lehrer und Wegbegleiter verloren haben.

Das Erblicken der Spuren - Nr. 2 von 10

Durch Sutren und Lehren findet er die Spur des Ochsen. Er hat genau verstanden, daß verschieden geformte (goldene) Gefäße doch alle von gleichem Gold sind, und gleichermaßen alles und jedes eine Offenbarung des Selbst ist. Doch kann er noch nicht Gut und Böse unterscheiden, nicht Wahrheit von Trug. Noch ist er nicht wirklich durch das Tor eingetreten. Deshalb nennt man dieses Stadium „Erblicken der Spuren“.

Im Wald und am Gestade des Wassers finden sich unzählige Fußspuren. Sieht er wohl das zerteilte Gras? Selbst die tiefen Schluchten der höchsten Berge können des Ochsen Nase nicht verbergen, reicht sie doch bis zum Himmel.“

Pflege von Teegeräten - 4. Bambus

Als organische Substanz ist Bambus naturgemäss empfindlich, wenn es um grössere Hitze, Feuchtigkeit oder Trockenheit geht. Die Hitze verzieht den Bambus; Feuchtigkeit verfärbt ihn und fördert Schimmelbildung; Trockenheit lässt ihn springen oder splittern.

Chashaku (Teelöffel)
Teelöffel sind von diesen Problemen am wenigsten betroffen, da sie nach der Herstellung nie mehr mit Wasser in Berührung kommen. Bei Trockenheit und Hitze können sie sich allerdings leicht verziehen oder verdrehen.

Freitag, 2. Mai 2014

Urasenke-Newsletter Nr. 128 erschienen

Hier können Sie den neuen Urasenke-Newsletter Nr. 128 herunterladen (6 MB):
http://teeseminar.de/archive/newsletters/Urasenke-Newsletter_128.pdf

Ältere Ausgaben des Urasenke-Newsletter finden Sie hier:http://www.teeseminar.de/archive/news.html

Freitag, 28. Februar 2014

Pflege von Teegeräten - 3. Metall und Wasser

Nahezu alle Metallgegenstände in der Teezeremonie werden im Zusammenhang mit Wasser benutzt: Kama (Eisenkessel), Tetsubin (Eisenkannen), Hanaire (Blumenvasen), Kensui (Spülwassergefässe), Futaoki (Deckelträger), ebenso wie Sake-Servierkännchen. Ausnahmen bilden Hibashi (Metallstäbchen) und Haisaji (Aschelöffel). Ausserdem gibt es noch Teegeräte aus Bronze und Messing (z. B. Mizusashi (Frischwassergefässe) und Mizutsugi (Wasserkanne). Aus naheliegenden Gründen werden nahezu alle Metall-Teegeräte vom Hersteller mit einer schützenden Patina versehen, um die Gegenstände vor grösserem Schaden zu bewahren. Durch häufigen Gebrauch verschwindet diese Patina allerdings nach einiger Zeit, was dann auch höhere Anforderungen an den Benutzer oder die Benutzerin stellt.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Tee der Plantage Marukyu Koyamaen in Deutschland und der Schweiz

Zwei Teefreunde aus der Schweiz, Alexander Rohrer und Tämer El Saadany, haben vor einiger Zeit einen neuen Online-Shop eröffnet, der die Tees der Plantage Marukyu Koyamaen in Deutschland und der Schweiz vertreibt.

Mittwoch, 26. Februar 2014

Der Teeweg und die Zehn Ochsenbilder des Zen - Einleitung

Schon immer wollte ich die einzigartige Darstellung der Zehn Ochsenbilder als Stufen geistiger Schulung anderen zugänglich machen. Nach der Einleitung und dem ersten Bild werden die einzelnen Stufen in den nächsten Monaten in loser Reihe an dieser Stelle im Blog veröffentlicht werden.
Mir selbst sind sie seit dem Beginn meiner formellen Koan-Schulung unter Seiko Hirata-Roshi vom Kloster Tenryu-ji vertraut und haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Nun sind allerdings meine eigenen Erfahrungen auf dem Tee- und Zenweg zu gering und unbedeutend, als dass ich fundiert darüber schreiben könnte. Und so stieß ich auf die für den Teeweg einmalige Kommentar-Sammlung von Hamamoto Soshun. Ihre Kommentare zu den Ochsenbilder sind erstmals 1981 in ihrem Tekisuan: Chanoyu Kanwa, beim Kosansha-Verlag in Kyoto erschienen. An dieser Stelle möchte ich ganz besonders Frau Gretchen Mittwer von den Chanoyu Quarterly für ihre großzügige Hilfe und die Erlaubnis zur Übersetzung danken.