Auf dem Weg...


Das Wasser für den Tee,

geschöpft aus den Tiefen

des eigenen Geistes -

das ist das wahre Chanoyu.

(Hideyoshi)



Freitag, 28. Februar 2014

Pflege von Teegeräten - 3. Metall und Wasser

Nahezu alle Metallgegenstände in der Teezeremonie werden im Zusammenhang mit Wasser benutzt: Kama (Eisenkessel), Tetsubin (Eisenkannen), Hanaire (Blumenvasen), Kensui (Spülwassergefässe), Futaoki (Deckelträger), ebenso wie Sake-Servierkännchen. Ausnahmen bilden Hibashi (Metallstäbchen) und Haisaji (Aschelöffel). Ausserdem gibt es noch Teegeräte aus Bronze und Messing (z. B. Mizusashi (Frischwassergefässe) und Mizutsugi (Wasserkanne). Aus naheliegenden Gründen werden nahezu alle Metall-Teegeräte vom Hersteller mit einer schützenden Patina versehen, um die Gegenstände vor grösserem Schaden zu bewahren. Durch häufigen Gebrauch verschwindet diese Patina allerdings nach einiger Zeit, was dann auch höhere Anforderungen an den Benutzer oder die Benutzerin stellt.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Tee der Plantage Marukyu Koyamaen in Deutschland und der Schweiz

Zwei Teefreunde aus der Schweiz, Alexander Rohrer und Tämer El Saadany, haben vor einiger Zeit einen neuen Online-Shop eröffnet, der die Tees der Plantage Marukyu Koyamaen in Deutschland und der Schweiz vertreibt.

Mittwoch, 26. Februar 2014

Der Teeweg und die Zehn Ochsenbilder des Zen - Einleitung

Schon immer wollte ich die einzigartige Darstellung der Zehn Ochsenbilder als Stufen geistiger Schulung anderen zugänglich machen. Nach der Einleitung und dem ersten Bild werden die einzelnen Stufen in den nächsten Monaten in loser Reihe an dieser Stelle im Blog veröffentlicht werden.
Mir selbst sind sie seit dem Beginn meiner formellen Koan-Schulung unter Seiko Hirata-Roshi vom Kloster Tenryu-ji vertraut und haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Nun sind allerdings meine eigenen Erfahrungen auf dem Tee- und Zenweg zu gering und unbedeutend, als dass ich fundiert darüber schreiben könnte. Und so stieß ich auf die für den Teeweg einmalige Kommentar-Sammlung von Hamamoto Soshun. Ihre Kommentare zu den Ochsenbilder sind erstmals 1981 in ihrem Tekisuan: Chanoyu Kanwa, beim Kosansha-Verlag in Kyoto erschienen. An dieser Stelle möchte ich ganz besonders Frau Gretchen Mittwer von den Chanoyu Quarterly für ihre großzügige Hilfe und die Erlaubnis zur Übersetzung danken.

Die Suche nach dem Ochsen - Nr. 1 von 10

Der Ochse ist in Wirklichkeit nie verloren gegangen; warum ihn also suchen? Da der Mensch sich aber von seinem Wahren Wesen abgewandt hat, ist der Ochse ihm fremd geworden; er hat ihn im Staub aus den Augen verloren. Weit ist der Mensch von seiner Heimat abgeirrt und sieht sich nun einem Wirrsal von Wegen gegenüber. Gier nach Gewinn und Furcht vor Verlust schießen wie sengende Flammen empor; Vorstellungen von Recht und Unrecht stehen gleich Dolchen auf.

„Trostlos in endloser Weite bahnt er sich auf und ab den Weg in wucherndem Gras, und sucht seinen Ochsen. Weites Wasser, ferne Berge, und der Weg zieht sich endlos hin. Völlig erschöpft ist der Körper, verzweifelt ermattet das Herz; wo soll er nur suchen? Im Abendnebel hört er einzig Zikaden im Ahorn zirpen.“

Montag, 24. Februar 2014

Spuren im Teegarten XIX

Autovertreter verkaufen Autos.
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen.
Und Volksvertreter?
(Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Aphoristiker,1909-1966)

Sonntag, 23. Februar 2014

Freitag, 10. Januar 2014

Dr. Volker Heubel: Wegmomente

Noch immer gibt es recht wenige wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit dem japanischen Teeweg beschäftigen. Um so erfreulicher ist es, dass unser Teefreund Volker Heubel seine Dissertation zu diesem Thema verfasst hat:
Wegmomente
Aspekte einer Philosophie des Tee-Weges in der Konstellation von Rombach, Hisamatsu und Laozi

Volker Heubel arbeitet momentan als "Postdoctoral Research Fellow" am Philosophie-Institut der Zhejiang University in China.